20. April 2016

Wer war Théodora?

Der 20. April hat eine besondere Bedeutung für die Stiftung Theodora. Heute vor genau 23 Jahren fand der allererste Kinderbesuch statt – gleichzeitig ist es der Geburtstag von Théodora. Wer aber war Théodora? Eine aussergewöhnliche Mutter, die die Stiftung auf wunderbare Art und Weise geprägt hat.

Jan und Théodora Poulie, die Eltern der Stiftungsgründer Jan und André
 
Viele Stiftungen haben eine berührende Hintergrundgeschichte, die ihrer Vision und Mission zugrunde liegt. Die Stiftung Theodora bildet hier keine Ausnahme. Gegründet wurde sie im Gedenken an Théodora Poulie, die Mutter der Gründer André und Jan Poulie. In jungen Jahren verbrachte André nach einem schweren Unfall mehrere Monate im Spital, getrennt von Familie und Freunden. Seine Mutter besuchte ihn jeden Tag, und es ist vor allem ihre Herzlichkeit, die ihm aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben ist. Nach Théodoras Tod gründeten André und Jan eine Stiftung, um Kindern im Spital über Generationen hinweg dieselben Gefühle der Freude zu vermitteln. Sie entwickelten ein Konzept, um dieses Ziel zu verwirklichen: die Traumdoktoren.
 
«Théodora bedeutet ‘Geschenk Gottes’. Für meinen Bruder und mich war es der Name unserer Mutter. Von der allerersten Minute unseres Lebens bis zu den letzten Minuten ihres Lebens schenkte uns Théodora unendlich viel Liebe. Sie war eine optimistische, offene und liebenswürdige Person. Die positive Energie, die sie den Menschen entgegenbrachte, half uns, schwierige und manchmal harte Zeiten im Leben durchzustehen, so zum Beispiel nach dem Unfall, den ich als Zehnjähriger hatte. Über einen Zeitraum von zwei Jahren verbrachte ich fast sechs Monate im Spital und wurde 14-mal operiert. Schmerzen waren mein ständiger Begleiter. Théodoras tägliche Besuche waren wahrhaftige Momente des Glücks. Sie hatte immer lustige Geschichten oder besondere Erlebnisse zu erzählen, die mich vom Spitalbett in eine farbenfrohe Welt entführten. Diese Erinnerungen sind mir von meinem Spitalaufenthalt geblieben.
Théodora war aber auch eine tapfere Person. Einige Zeit später half sie uns, den Tod unseres Vaters zu verarbeiten, den sie bis zum Schluss zu Hause gepflegt hatte. Zehn Jahre danach erkrankte sie selbst an Krebs, und wir beschlossen, ihn zusammen zu bekämpfen. Obwohl die Aussichten nicht günstig waren, übertrugen sich Theodoras Mut und Lebensfreude auf uns. Wie schon bei unserem Vater half sie uns, mit der Situation fertigzuwerden, machte uns Mut und behielt sogar ihren Humor. Für mich und meinen Bruder war deshalb klar, dass die im Gedenken an unsere Eltern gegründete Stiftung ‚Theodora‘ heissen sollte. Das ist auch der Grund, weshalb wir Kindern im Spital und in Institutionen für Kinder mit Behinderung Freude und magische Momente schenken möchten.» André Poulie
 

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